Magenza-Stiftung
Stifter fördern Synagogenbau
OB sieht überschaubaren Zeitraum für Start

fube. "Ich hatte befürchtet, dass Architekt Manuel Herz im Ruhestand ist, bevor seine Pläne für die neue Mainzer Synagoge verwirklicht werden", gestand Oberbürgermeister Jens Beutel, neben Ministerpräsident Kurt Beck Schirmherr der Stiftung "Magenza - Stiftung für Jüdisches Leben in Mainz", in der konstituierenden Sitzung des Beirats der Stiftung. Jetzt aber, so Beutel, habe er berechtigte Hoffnung, dass der Bau in einem "offensichtlich überschaubarem Zeitraum" verwirklicht werde. Nach wie vor seien rund 3,6 Millionen Euro als finanzieller Beitrag der Stadt in den Haushalt eingestellt. "Bund, Land und ein breites Bürgerengagement" stünden hinter den Synagogenplänen. Mit ihrem finanziellen Engagement hätten die Gründungsstifter ein wichtiges Zeichen gegeben, "das Zeichen, jetzt geht´s los". Der Synagogenbau sei, so Beutel, für Mainz geradezu "eine Frage von Moral und historischer Verantwortung".

Als neue Gründungsstifter hieß der Treuhänder Gerhard Kopf den Lukas-Bezirk der Christuskirchengemeinde, den Bauunternehmer Dirk Gemünden, Arnold Hagen und den 86-jährigen gebürtigen Mainzer Harold Neumann aus Maryland (USA) willkommen. Wer bis November Stifter werde, dürfe sich, so Kopf, zu den "Gründungsstiftern" zählen. Mit einem in einer Auflage von 6000 Exemplaren erschienenen Faltblatt (demnächst auch in englischer Sprache) will die Stiftung ebenso auf sich aufmerksam machen wie durch seinen Internet-Auftritt www.magenza-stiftung.de, der jetzt vorgestellt wurde.

Einen Vorsitzenden hat der Beirat indes noch nicht gewählt. Man habe, so bedauerte Stiftungsvorstand Gerhard Kopf, den dafür vorgesehenen Stifter noch nicht erreichen und um seine Bereitschaft zur Kandidatur bitten können. Mit dem ehemaligen Stadtratsmitglied Ingeborg Zohlnhöfer, auf deren Initiative hin die Stiftung ins Leben gerufen wurde, steht allerdings bereits die Stellvertreterin fest.