Magenza-Stiftung
Vom 24.11.2008 - Allgemeine Zeitung
 
ww. MAINZ Mit der feierlichen Grundsteinlegung begann gestern der Bau der neuen Mainzer Synagoge.

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Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich, Architekt Manuel Herz, OB Jens Beutel, Zentralratsvorsitzende Charlotte Knobloch, Ministerpräsident Kurt Beck und der Holocaust-Überlebende Kurtis R. Mayer legen den Grundstein der neuen Mainzer Synagoge. Foto: Sascha Kopp

70 Jahre nach der Zerstörung der Hauptsynagoge an der Hindenburgstraße durch die Nazis soll nun bis 2010 für rund zehn Millionen Euro der Neubau nach dem Entwurf von Manuel Herz erstellt werden. Es sei ein Grund zur Freude, wenn "jüdisches Leben wieder sichtbar wird", sagte Charlotte Knobloch, Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland. Ministerpräsident Kurt Beck sprach von einem Zeichen der Hoffnung. Nach dem entsetzlichen Unrecht der Shoa wolle man nicht vergessen, "aber wir wollen gemeinsam eine bessere Zukunft bauen", sagte er vor rund 500 Gästen, darunter auch Überlebende des Holocaust. Für die Vorsitzende der Mainzer Jüdischen Gemeinde, Stella Schindler-Siegreich, soll das Synagogenzentrum, zu dem neben dem Gotteshaus auch ein Gemeindezentrum und eine Bibliothek gehören, "Raum bieten zur Begegnung und Kommunikation für alle gesellschaftlichen Gruppen".